Single frau glücklich

Die Chance, dass es doch noch klappt, ist sehr, sehr gering; vielleicht nicht ganz so winzig wie ein Sechser im Lotto, aber wie ein Fünfer mit Superzahl, das auf jeden Fall.

Es ist wie bei der erwähnten Langzeitarbeitslosen: Wenn man mit Mitte 40 über zehn Jahre keinen Job hatte, nimmt einen kein Arbeitgeber mehr. Ich mag mein Leben, meine schöne Wohnung, meinen Job als PR-Managerin für große Modemarken.

Einer schrieb mir sechs Seiten ohne Bild aus dem Gefängnis.

Single frau glücklich

Alles, was darauf zu sehen war, hat sich für mich erfüllt: ein Job, der mit Schönheit zu tun hat, Unabhängigkeit, Erfolg. Nach einem halben Jahr Fernbeziehung wollte er plötzlich Kinder.Ich wollte reden, tanzen, vielleicht ein bisschen flirten, sonst nichts.Die meisten Gäste waren Ende dreißig, es prickelte und flirrte.Im Ballsaal musste jeder sein Alter und seine Körpergröße angeben - "passende" Tanzpartner wurden nebeneinander platziert. Prompt wurde ich an einen Tisch verfrachtet, an dem drei Ehepaare Ende 50 und zwei Männer über 60 saßen.Ich nahm zwischen beiden Platz, doch gleich darauf wurde einer von ihnen an einen anderen Tisch gesetzt.

Single frau glücklich

" Ich habe irgendwann erfahren, dass er parallel zu unserer Affäre eine andere Frau geschwängert hatte, die ebenfalls unbedingt Kinder wollte.Danach, mit Anfang 40, flutschte es männermäßig überhaupt nicht mehr.Die, die ich wollte, Gleichaltrige, waren plötzlich von der Bildfläche verschwunden.Eine ganze Männergeneration - weg, futsch, unsichtbar.Diesen gemeinsamen Background würde ich gern mit ihm teilen.

Idealerweise mit jemandem, der zu mir sagt: Schatz, ich hab in den letzten Jahren so viel gearbeitet, jetzt möchte ich das Leben mit dir genießen.

Übrig blieb der distanzierte Typ zu meiner Rechten, Anwalt, Sympathiefaktor: null. Als ob da oben im Himmel einer an irgendwelchen Schräubchen dreht und grinsend sagt: Nee, Mädel, das mit den Männern klappt bei dir nicht.

Spaß hatte ich an diesem Abend keine Sekunde, getanzt habe ich auch nicht, niemand forderte mich auf. Und das bisschen Spaß, das du dir ersehnst, noch nicht mal das kriegst du von mir.

Ich mache tolle Reisen, habe Freundinnen und - meist schwule - Freunde, mit denen ich über alles reden und viel Spaß haben kann.

Jetzt, wo ich das so aufzähle, muss ich an die Pinnwand in meinem Jugendzimmer denken.

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